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Als sich der Engländer W. Thompson 1872 in der Unterwasserfotografie versuchte, waren seine Bemühungen zur Erstellung von brauchbaren
Unterwasserfotos noch zum Scheitern verurteilt. Bei einer Belichtungszeit von 10 Minuten und länger war dies auch unmöglich, da die Kamera zusätzlich noch vom Boot ohne Stativ ausgelöst wurde. Erste brauchbare
Ergebnisse lieferte erst Louis Boutan, was ihm dadurch den Titel des Vaters der Unterwasserfotografie einbrachte.
In den weiteren Jahren gab es zwar immer wieder öffentliches Bestaunen für diese Art der Fotografie (Williamson USA; Schulz D), doch erst
durch die modernen Tauchgeräte, die das Loslösen von den klobigen Helmtauchgeräten erlaubte, begann auch der Siegeszug der Unterwasserfotografie.
In den 30er Jahren waren es dann junge Männer wie Hans Hass und Jacques-Yves Cousteau, die mit selbstgebastelter Taucherbrille und Schwimmflossen ihre
Bilder als “Fisch unter Fischen” fotografierten. Die erforderlichen Kameragehäuse mussten damals teilweise noch selbst gebaut werden und Traktorschläuche und Gummiboxen hatten neben
Metallgehäusen Konjunktur.
1961 war dann das Geburtsjahr der Amphibienkamera Calypso-Phot der Fa. Spyrotechnik (de Wouters). Für die Griffigkeit dieser Kamera
sorgte noch ein echtes Seehundfell.
Der eigentliche Siegeszug dieses Kamerasystems fand jedoch dann unter dem Namen Nikonos II (1968
), Nikonos III (1975), Nikonos IV (1980) und Nikonos V (ab 1984) statt.
Die Herstellung der Nikonos V wurde leider von Nikon Ende
2001 eingestellt.
Durch dieses Kamerasystem, das auch ein Wechseln der Objektive erlaubte, begann somit auch der Zubehörhandel für UW-Fotoequipment 
Als wasserdichte Hülle für Kameras gab es z.B. die Barakuda Gummibox, die mittels zweier Gummifinger, die ins Gehäuse
ragten, bedient wurde. Für Tiefen >3m wurde der Gummibalg durch ein Ventil aufgeblasen.
1966 konnte man sich auch schon einen Weichplastiksack aus Polyvinyl, die Plastiphot-Ocina, zulegen, deren System auch heute
noch in abgewandelter Form durch die Fa. EWA-Marine erhältlich ist.
Starre Gehäuse aus Metalllegierungen (Frank & Heidecke Rolleimarin, Hugy-fot Royal) oder Kunststoff waren auch schon am
Anfang der UW-Fotografie erhältlich. Heute können UW-Gehäuse von einer Vielzahl von Herstellern in ausgereifter Technik und hervorragendem Design bezogen werden. Dass alle erforderlichen Kameraeinstellungen mittels
entsprechender Durchführung von Außen betätigt und fast alle Objektive mit zugehöriger Domscheibe eingesetzt werden können, wird inzwischen als selbstverständlich vorausgesetzt.
In der heutigen Zeit bleibt für die UW-Fotoausrüstung eigentlich kein Wunsch mehr offen. Dass
hierfür entsprechende finanzielle Mittel aufgewendet werden müssen versteht sich von selbst. Kosten in Höhe eines Kleinwagens sind bei ausgeprägten Ansprüchen heutzutage keine Seltenheit.
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